Dieser Text ist ein Ausschnitt aus einer von mir geschriebenen Arbeit zur Frühgeschichte der Goten. Ich habe mich dazu entschieden, ihn hier zu veröffentlichen, da ich es interessant finde, dass dieses Thema bei allen Diskussionen zum Nationalismus in allen Varianten überhaupt nicht behandelt wird. Auch bei der Debatte um eine deutsche Spezifik des Nationalismus könnte das Thema "Gotizismus" eine Rolle spielen. Ich denke, dass er trotz seiner Referenzen auf andere Teile der Arbeit durchaus verständlich ist.
Wissenschaft ist nicht neutral. Sie findet immer vor einem bestimmten gesellschaftlichen Hintergrund statt und ist in der Regel auch von Interessen geprägt, die außerhalb ihrer selbst stehen. An dem historischen Diskurs über die Goten zeigt sich dies in besonderer Deutlichkeit. Wenn die Geschichtswissenschaft nicht nur Ideologie reproduzieren will, muss sie die Diskurse, in denen sie sich bewegt, hinterfragen. Der folgende Abschnitt dient diesem Zweck.
Das Ende der Gotenreiche und die Assimilation der gotischen Kultur bedeuteten keineswegs, dass die Goten in Vergessenheit gerieten. Im Gegenteil, gerade ihr Verschwinden beförderte ihren Aufstieg zum Mythos. Noch über tausend Jahre nach Ende des Toledanischen Reichs führten die Goten ein befremdliches Nachleben in der westlichen Kulturgeschichte und Politik. Der Mythos von dem „jungen Volk“ von „Welteroberern“, das das oftmals als „dekadent“ dargestellte römische Reich herausforderte und bezwang, war für die verschiedensten Gruppen attraktiv. Und durch die zahlreichen Wanderschaften der Goten, sowie die Tatsache, dass sie keinen direkten Nachfolger hinterließen, war dieser Mythos besonders anschlussfähig. Dass die tatsächlich häufig von schierer Not getriebenen und oftmals nur durch blankes Glück überlebenden Goten dabei ausschließlich als Projektionsfläche eines gegenwärtigen Bedürfnisses dienten, ist selbstverständlich. Man kann sagen, die „Gotizisten“ unterwarfen die Goten, in Nachfolge Cassiodors, ihrer eigenen „Interpretio“ um sich ihr Prestige anzueignen.(1)
Doch die Goten wurden nicht nur idealisiert, sondern auch als Sinnbild für das Rohe, Unkultivierte und Ungebildete verwendet. So vor allem von den italienischen Humanisten, die den Baustil transalpiner Kirchen und Kathedralen als „gotisch“ abtaten. Die pejorative Bedeutung ging mit der Zeit verloren, doch der entsprechende Baustil wird bis heute als Gotik bezeichnet. Das negative Gotenbild der italienischen Humanisten reizte allerdings deren Gegenüber aus dem deutschsprachigen Raum dazu, sich selbst mit den Goten zu befassen. Diese kehrten die negative Bewertung schließlich ins Positive und machten die Goten zu triumphierenden Erneuerern der zerfallenden römischen Welt. Sich selbst erklärten sie, indem sie die Goten auf der Basis von linguistischen Argumenten zu „Deutschen“ machten, zu deren Nachfahren. Gerade vor dem Hintergrund des Konfliktes um die Reformation konnte diese Projektion wirkmächtig werden.(2) Doch keineswegs blieb es mit dem Gotizismus bei einem Gelehrtendiskurs: So begann die schwedische Monarchie im 15. Jahrhundert damit, sich als Nachfolger der Goten zu betrachten. Dabei nahm sie den von Jordanes überlieferten Mythos der skandinavischen Herkunft der Goten auf. Dieser Mythos war geeignet, der noch jungen schwedischen Monarchie eine bis in biblische Zeiten zurückreichende Geschichte und somit eine ideologische Legitimation zu verleihen. Auch im Nationalismus der schwedischen Romantik spielte der Gotizismus, selber eine Art embryonaler Nationalismus, wieder eine Rolle. Neben einigen spanischen Adeligen, die vielleicht noch mit am meisten Recht auf tatsächliche gotische Vorfahren verweisen konnten, beanspruchten auch die Habsburger die Nachfolge der gotischen Könige. Die Herrschaft der Habsburger in Spanien ließ sich somit quasi als gotische Wiedervereinigung betrachten.(3)
Auch in Polen, Frankreich und im anglo-amerikanischen Raum entwickelten sich Varianten des Gotizismus.(4) Zuletzt entfaltete bei den Nationalsozialisten der Gotizismus sein rassistisches Potential. Wie schon bei den klassischen Gotizisten versicherte man sich, indem man die Geschichte der Goten, ja der Germanen generell, als die eigene beanspruchte, seiner Überlegenheit und verlängerte die eigene Geschichte in eine ferne Vergangenheit. Doch wurde der Gotizismus hier erstmals in eine ausgebildete völkische Ideologie integriert und mit einem umfassenden Anspruch auf „Rückeroberung“ verbunden. Dem nationalsozialistischen Gotizismus verdankt Gdynia seine vorübergehende Bezeichnung als Gotenhafen: Archäologen, von denen viele im Dienst des Faschismus der Wehrmacht nachfolgten, meinten, das Weichselgebiet als einen alten Siedlungsraum der Goten ausgemacht zu haben. Auch die einstmals von Goten besiedelte Krim sollte „wieder“ deutsch besiedelt werden und es gab Pläne, Sewastopol nach einem Ostgotenkönig in Theoderichshafen umzubenennen.(5)
Man kann an all dem deutlich sehen, wie ein bestimmter historischer Diskurs, der sich durch die Geschichte der Neuzeit zieht, die Funktion von Ideologe erfüllt: Er legitimiert Herrschaft sowie Eroberung und stiftet Gruppenidentitäten anhand von Grenzlinien erfundener Verwandtschaft. Gleichzeitig verstellt dieser Diskurs den Blick auf den historischen Gegenstand. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist die deutschsprachige Geschichtswissenschaft freilich auf Distanz gegangen: Die Gleichsetzung von Germanen und Deutschen wurde verworfen und archäologische Materialkulturen nicht mehr einfach mit Ethnien gleich gesetzt.(6) Auch die Vorstellung, dass es sich bei den „Stämmen“ und „Völkern“, von denen die alte Geschichte so viele zu kennen meinte, um homogene Abstammungsgemeinschaften handle, wurde aufgegeben. Stattdessen dominiert eine unter dem Begriff der „Ethnogenese“ bezeichnete Theorie, die biologische oder statische Definitionen von Menschengruppen ablehnt. Sie stellt einen kontinuierlichen Prozess der kollektiven Identitätsbildung in den Vordergrund, bei dem sogenannte „Traditionskerne“, in der Regel ein aristokratisch-dynastisches Element, eine wichtige Rolle einnehmen.(7) Wenn also mit dem Gotizismus, der die Betrachtung der Geschichte der Goten so geprägt hat, in der Nachkriegszeit erfolgreich gebrochen wurde, wozu dann dieser Exkurs? Folgt man Michael Kulikowski, dann habe die Geschichtsschreibung zwar ihre national-chauvinistische Zielsetzung überwunden, Elemente des skizzierten Diskurses wirkten in der Gotenforschung dennoch nach. Dies zeige sich besonders angesichts der Unfähigkeit, den Herkunftsmythos des Jordanes richtig einzuordnen und ihn zu überwinden. Stattdessen werde diesem hartnäckig ein Wahrheitskern unterstellt, obwohl dazu kein stichhaltiger Beweis erbracht werden könne.(8) Somit lässt sich wohl festhalten, dass die Auseinandersetzung mit dem Gotizismus weiterhin eine Voraussetzung für die Beschäftigung mit der gotischen Geschichte ist.(9)
1 Auch für die folgenden Absätze relevant: H. Wolfram, Die Goten, 1990, S. 13-16.
2 Dies geschah im Anschluss an die Tacitus-Rezeption etwa in der Schrift „Exegesis Germaniae“ des Franciscus Irenicus. Motivation auch hier, eine eigene, altehrwürdige Geschichte zu gewinnen. Hierzu: D. Mertens, Die Instrumentalisierung der „Germania“ des Tacitus durch die deutschen Humanisten, in: H. Beck [u.a.] (Hrsg.), Zur Geschichte der Gleichung „germanisch-deutsch“, Berlin 2004, S. 37-102, hier S. 78 ff.
3 K. Neville, Gothicism and Early Modern Historical Ethnography, JHI 70 (2009), S. 213-234.
4 Der anglo-amerikanische Gotizismus sei durch ein Zitat kurz gekennzeichnet: „The Goths, the common ancestors of the inhabitants of North Western Europe, are the noblest branch of the Caucasian race. We are their children. It was the spirit of the Goth, that guided the May-Flower across the trackless ocean; the blood of the Goth, that flowed at Bunker's Hill. Nor were the Goths the savage and destructive devastators, that popular error has made them. They indeed overthrew the dominion of Rome but they renovated her people“. Aus: G. P. Marsh, The Goths in New-England, Middlebury 1813, S. 14
5 M. Kulikowski, 2009, S. 53-55.
6 P. Heather, The Goths, Oxford 1996, S.13 ff.
7 H. Wolfram, Die Goten. 1990, S. 17.
8 Zudem sei die Ethnogenese-Theorie weder so neu, noch so alternativlos, wie sie gerne dargestellt werde. So habe die Überbetonung einer herrschenden Elite als identitätsstiftendes Element durchaus Entsprechungen in der als bewältigt geglaubten älteren Forschung. Auch sei man für die Erklärung von ethnogenetischen Prozessen durchaus nicht auf „Traditionskerne“ angewiesen. Hierzu: M. Kulikowski, 2009, S. 54, 74 f.
9 M. Kulikowski, 2009, S. 54, 58-59.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Sonntag, 24. Juli 2011
Antideutsche Satire oder doch nur deutscher Spaß?
Eben entdeckte ich auf einem Blogsport-Blog, der die „antiimperialistische Linke“ parodieren wollte, ein interessantes Aufklebermotiv. Da der Blog mittlerweile – wahrscheinlich von der Administration - gelöscht wurde, muss ich das Bild beschreiben: Gezeigt wurde eine Frau mit Kopftuch, Hijab und Kajal um die Augen, die irgend ein Ziel seitlich der betrachtenden Person ansah. Darunter ein „Antifaschistische Aktion“ Logo und ein Schriftzug, der sich inhaltlich gegen „Islamophobie“ wandte. Als ich das Bild das erste mal sah, war ich überrascht: Dass eine Muslima, noch dazu eine mit Hijab, auf einem Antifa-Sticker zu sehen ist, ist mehr als untypisch. „Aber warum eigentlich nicht?“, war mein nächster Gedanke. Sind Frauen, die auf diese Weise als Muslimas weithin sichtbar sind, antimuslimischem Rassismus und Ausgrenzung durch die Mehrheitsgesellschaft nicht am stärksten ausgeliefert? Warum sollten sie keine Partnerinnen und Mitkämpferinnen im Kampf gegen Rassismus und Faschismus sein? Warum sind eigentlich ansonsten auf Antifa-Stickern in der Regel nur weiße Toughboys und Toughgirls zu sehen? Erst eine Sekunde später bemerkte ich aus dem Kontext: Der Sticker sollte offensichtlich eine Art Satire sein. Um jedoch von sich aus als Satire gelesen zu werden, müssen jedoch eine Reihe von Voraussetzungen und Lesarten bei der betrachten Person gegeben sein:
Das Statement gegen Islamophobie in Zusammenhang mit dem Bild der Frau mit Hijab kann nur als Satire gelesen werden, wenn diese Frau a-priori als Unterdrückte, und nicht einfach nur sexistisch unterdrückte, sondern als vom „Islam“ unterdrückte, gelesen wird. In dieser Lesart ist das Statement gegen „Islamophobie“ kein Statement gegen die Rassifizierung von Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, sondern die Verteidigung von Unterdrückung durch „den Islam“ und somit widersinnig. Wenn man das Antifa-Logo daneben noch als ironisch intendiertes lesen will, kann man nur zur Schlussfolgerung kommen, dass der Kampf gegen Islamophobie wohl ganz und gar kein antifaschistischer, oder vielleicht sogar selbst ein faschistischer sein soll. Dies ist natürlich nur durch die vorher vorgenommene negative Essenzialisierung des Islams als die Verhältnisse determinierenden verselbstständigte Macht möglich, die zum antimuslimischen Rassismus fest dazugehört.
Die GestalterInnen des Aufklebers verraten also durch ihre „Satire“ einiges von sich selbst und ihrem eigenen Rassismus. Dazu gehört auch, dass sie Frauen mit Kopftuch und Hijab offensichtlich völlig selbstverständlich als Opfer, nicht aber als zumindest potenziell selbstbewusstes Subjekt voraussetzen. Dass sich ein Mensch - durchaus auch gegen äußeren Zwang – zum Tragen solcher Kleidung entscheiden kann, ist keine mit dieser Lesart kompatible Vorstellung. Dann wären ja plötzlich Muslimas nicht mehr nur Personen „für die“ man (auf eine paternalistische, ganz im Orientalismus befangene Art und Weise) Politik macht, sondern Personen „mit denen“ man Politik machen könnte! Muslimische Frauen, zumal mit Hijab, können also für die SatirikerInnen offensichtlich keine Partnerinnen in einem gemeinsamen Kampf sein, nicht mal in dem um ihre eigene Emanzipation.
Sie sind höchstens Objekte einer Befreiung von Außen, einer Befreiung die nur über ihre vorherige Rassifizierung möglich ist und in der ihre eigene Perspektive keine Rolle spielt. Dies ist keine Verteidigung von Verschleierungszwängen, im Gegenteil, aber wer die Freiheit von Menschen will, muss sie auch als Subjekte achten. Dieser Aufkleberentwurf ist aber das Gegenteil von Achtung. Er instrumentalisiert muslimische Frauen, behandelt sie als Objekt, wie er sie auch nur im Status von passiven Opfern anerkennen will. Er instrumentalisiert sie gegen die richtige Kritik an dem auch in der deutschen linken grassierenden antimuslimischen Rassismus und für irgendwelche innerlinken Grabenkämpfe.* Alles in allem haben sich hier mal wieder einige der widerlichsten Tendenzen der deutschen Linken manifestiert. Dass diesen in Zukunft nicht kritiklos mehr Raum gegeben wird, ist zu hoffen.
*(Wenn ich richtig gehe in meiner Annahme, dass „Antideutsche“ die Fabrikateure des Aufkleberentwurfs sind. Andere islamophobe bemühen sich normalerweise nicht herauszustellen, dass sie "Antiimperialistische Linke" und nicht Linke generell im Visier haben.)
Das Statement gegen Islamophobie in Zusammenhang mit dem Bild der Frau mit Hijab kann nur als Satire gelesen werden, wenn diese Frau a-priori als Unterdrückte, und nicht einfach nur sexistisch unterdrückte, sondern als vom „Islam“ unterdrückte, gelesen wird. In dieser Lesart ist das Statement gegen „Islamophobie“ kein Statement gegen die Rassifizierung von Menschen aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit, sondern die Verteidigung von Unterdrückung durch „den Islam“ und somit widersinnig. Wenn man das Antifa-Logo daneben noch als ironisch intendiertes lesen will, kann man nur zur Schlussfolgerung kommen, dass der Kampf gegen Islamophobie wohl ganz und gar kein antifaschistischer, oder vielleicht sogar selbst ein faschistischer sein soll. Dies ist natürlich nur durch die vorher vorgenommene negative Essenzialisierung des Islams als die Verhältnisse determinierenden verselbstständigte Macht möglich, die zum antimuslimischen Rassismus fest dazugehört.
Die GestalterInnen des Aufklebers verraten also durch ihre „Satire“ einiges von sich selbst und ihrem eigenen Rassismus. Dazu gehört auch, dass sie Frauen mit Kopftuch und Hijab offensichtlich völlig selbstverständlich als Opfer, nicht aber als zumindest potenziell selbstbewusstes Subjekt voraussetzen. Dass sich ein Mensch - durchaus auch gegen äußeren Zwang – zum Tragen solcher Kleidung entscheiden kann, ist keine mit dieser Lesart kompatible Vorstellung. Dann wären ja plötzlich Muslimas nicht mehr nur Personen „für die“ man (auf eine paternalistische, ganz im Orientalismus befangene Art und Weise) Politik macht, sondern Personen „mit denen“ man Politik machen könnte! Muslimische Frauen, zumal mit Hijab, können also für die SatirikerInnen offensichtlich keine Partnerinnen in einem gemeinsamen Kampf sein, nicht mal in dem um ihre eigene Emanzipation.
Sie sind höchstens Objekte einer Befreiung von Außen, einer Befreiung die nur über ihre vorherige Rassifizierung möglich ist und in der ihre eigene Perspektive keine Rolle spielt. Dies ist keine Verteidigung von Verschleierungszwängen, im Gegenteil, aber wer die Freiheit von Menschen will, muss sie auch als Subjekte achten. Dieser Aufkleberentwurf ist aber das Gegenteil von Achtung. Er instrumentalisiert muslimische Frauen, behandelt sie als Objekt, wie er sie auch nur im Status von passiven Opfern anerkennen will. Er instrumentalisiert sie gegen die richtige Kritik an dem auch in der deutschen linken grassierenden antimuslimischen Rassismus und für irgendwelche innerlinken Grabenkämpfe.* Alles in allem haben sich hier mal wieder einige der widerlichsten Tendenzen der deutschen Linken manifestiert. Dass diesen in Zukunft nicht kritiklos mehr Raum gegeben wird, ist zu hoffen.
*(Wenn ich richtig gehe in meiner Annahme, dass „Antideutsche“ die Fabrikateure des Aufkleberentwurfs sind. Andere islamophobe bemühen sich normalerweise nicht herauszustellen, dass sie "Antiimperialistische Linke" und nicht Linke generell im Visier haben.)
Montag, 27. Juni 2011
Pucks, Pipelines, Politics and Power - Alliances of Nationalism, Capitalism and Professional Sports

In the German leftist debate matters of ideology tend to be either discussed as invisible conspiracy, orchestrated by a hidden elite, or as a necessary "fetish" that emerges from the very organisation of society itself, dismissing agency and practice of dominant groups and government. Either point of of view must be considered flawed, both from a theoretical Marxist point of view and from empirically observing how governmental politics of propaganda aim at creating identification with the state and social cohesion through ideological means, and how economical interests are intertwined with this matter. This essay, based on the lecture of a professor from Turku in Finnland, is aimed at giving some ideas how these matters can be explored in the field of professional sports.
Professional sports have different economic, political and ideological aspects. Among other things they can be a promoter of nationalism, of the identification of the masses with the state they are subjected to. More generally: Sport performances, if they are held in representation of some sort of collective identity, can be transferred to the performance of the identity. Since sports catch a lot of attention, they also provide an opportunity to distract from major social problems or controversial political decisions - unpopular means like cuts in social spendings are regularly taken in times of major sportive events. Considering economy the positive association of sports or athletes with certain brands or companies improve the "image" of the latter and through that grant a higher share of the market. But of course the Sport itself can be a lucrative form of entertainment itself. Also politicians often share the opinion that professional sports is able lift the health of the population by animating to imitate the professionals. Because of that professional sports is considered a tool of generative politics or even defence politics too: who can throw a basketball should be able to throw a grenade too. Finally professional sports can also be a medium of diplomacy, like the well known ping pong diplomacy between China and the USA.
Ice Hockey isn't one of the major globally played professional sports in the world, but it is popular in countries like Russia, Sweden, the Czech Republic, Finland, and Slovakia, and to some extend also in the Baltic States. Most of these states are either dependant of the supply with gas from the Russian state owned company Gazprom, or in the area of political interest of Russia. In Russia there is a long tradition of sports politics. Professional sport however had ceased to exist after the revolution, being, probably rightfully, condemned as bourgeois. However, together with the general roll-back in the UDSSR and the consolidation of the power of the Nomenklatura, there was a need of the political class to represent its strength on an international level. A part of that was the import of Ice-Hockey to the UDSSR. The intensively trained "Red Machine", that featured its own "collective" style of playing, quickly became one of the best and most successful Teams in the world. Its success was part of a battle over the representation of the competing ideologies in the field of sports. It was also a source of cohesion within soviet society and today the popularity of Ice Hockey in Russia is only matches by the popularity of soccer. After the end of the UDSSR Russian professional sport declined immediately. Specially Ice Hockey became affiliated with the criminal underground in the nineties. But after Russian economy recovered, so did the professional sport and soon owning a club became a status symbol for the "New Russians". The investments in sports of the new bourgeois class that has risen from the ashes of Soviet Russia even became international ones soon. There is also an influence of recreational Hockey Sport, that comes to form "Gentlemen Clubs", where political decisions are made. Hockey background has also became an asset on Russian political landscape and is one important basis for "networking" in Russia.
A major player in the sponsoring of ice hockey is Gazprom who through this wants to improve its reputation and influence. It even has its own company Ice Hockey team composed of ex-Soviet players. Another organisation that is interested in Hockey, in the same way the Soviet government was, is of course the Russian government. Not only does the Russian government hope to promote public health and raise the national birthrate, in order to maintain Russia's Status as great Power, it also explicitly hopes to "reunite" the cultural sphere of the former soviet union by using Ice Hockey as a tool of what could be considered cultural imperialism. Here the interests of Gazprom, who wishes to retrieve the old gas transportation system, that is now owned by ex satellite states, and the Russian government, converge additionally. This can be considered an alliance between nationalism, capitalism and soviet nostalgia, the latter meaning that many of the involved seek to continue a tradition started in soviet times. The decisiveness of this alliance is shown in the creation of a big Anti-NHL League, in the Russian sphere of interest and ambitions to expand this league even further.
Dienstag, 24. Mai 2011
"festival contre le racisme" in Mainz (2. - 10. Juni)
In Mainz findet demnächst das "festival contre le racisme" statt. Inklusive einer offenen Konferenz zu Antimuslimischem Rassismus. Super Sache!
Infos gibts unter: http://antirassismus.blogsport.de/
Rassismus gibt es überall - auch und gerade in Deutschland. Vom 2. bis zum 10. Juni findet deshalb auf dem Campus der Uni Mainz das "festival contre le racisme statt". In diesem Zeitraum organisieren wir zahlreiche kostenlose Workshops, Vorträge, Diskussionen, aber auch Filmvorführungen zu dem Thema. Konzerte und Parties runden das Programm ab.
In Deutschland boomt besonders die Feindschaft gegenüber Musilimen und Menschen die als Muslime wahrgenommen werden. In diesem Jahr ist dieser antimuslimische Rassismus daher der Schwerpunkt einer für alle offenen Konferenz vom 2. bis 4. Juni. Komm auch du, um dich zu bilden, zu diskutieren und gegen Rassismus zu feiern!
Infos gibts unter: http://antirassismus.blogsport.de/
Montag, 4. April 2011
Ganz schnell notiert: Israelsolidarische Antifa - Deppen Highscore
Die Provinzantifa Warnemünde ( http://warnemuende.blogsport.de/ ) will intervenieren "gegen den aufklärungsfeindlichen Rotz, der auf den Seiten der deutschen Linken in Rostock und darüber hinaus verbreitet wird". Wozu, darf man sich fragen, wenn die Linke sowieso der Faschismus ist und man Faschismus bekanntlichermaßen mit Bombern bekämpft und nicht mit Worten. Die narzistische Sehnsucht zumindest als Rufer in der Wüste der ignoranten Welt seine Wahrheiten ex cathedra zu Verkünden scheint größer zu sein als die Befähigung sein eigenes Handeln nach seinen logischen Grundlagen zu hinterfragen. Doch egal! Als niederträchtiger Lustfeind gönne ich der Antifa Warnemünde ihren infantilen Spaß nicht und werde mich nun 20 Minuten damit befassen den Rotz den sie über ihren Blog verbreiten, genauer gesagt ein von der Berliner Antifa Gruppe "AANO" übernommenes Manifest, auseinanderzunehmen. Und dabei werde ich sogar Spaß haben!
Es gibt keinen vernünftigen Grund dies anzunehmen - Rassismus und Nationalismus sind auch im 21. Jahrhundert noch die Fundamente des Faschismus bzw. faschistischer Tendenzen. Wer internationale Zusammenarbeit von Faschisten als Internationalismus begreift, hat den Internationalismus nicht verstanden und müsste ferner konstantieren, dass der Faschismus schon immer internationalistisch war, denn die Allianz von faschistischen Potentaten gehört fest zur Geschichte des Faschismus. Deppenscore +1
Hachjeh. Kann ich nicht doch ein bisschen Holocaust zu meinem Kommunismus haben? Das hätte ich so gerne, wisst ihr. War mir garnicht klar, dass nicht zusammengehört, man könnte fast meinen, die Shoah sei nicht von den ganzen anarchistischen und kommunistischen sozialrevolutionären verübt worden und man hätte diese nicht zusammen mit den Juden vergast und erschossen. Deppenscore + 0.5
Eine absolute Verhöhnung von revolutionären Bewegungen und Revolutionären nach 45. Symptomatisch ein Spektrum, dass sich eher auf die Seite Pinochets als Allendes stellt. Indiskutabel. Deppenscore +2
Es geht gegen den Hauptfeind im eigenen Land aber nicht mit jedem vor allem geht es darum, dass wir wir bleiben, das heißt die selbstmarginalisierenden Alleschecker von der finsteren Schulhofecke. Kritik ist einfach nicht mehr hip wenn sie von genug leuten geteilt wird. Wir machen es uns nicht bequem, weil wir uns ständig bemühen müssen Abstand zum Pöbel zu halten! Deppenscore +1
Sachen zu fordern, die noch noch nicht Realität sind ist einfach zu bequem. Wir fordern statt dessen Dinge die längst Realität sind. Das kennzeichnet eine Kritik auf der Höhe der Zeit! Deppenscore +1
Ah, falsche Gegensätze, hatten wir noch nicht genug in diesem Text. Deppenscore +1
So, hab meine selbst gesetzte Zeit überschritten und Besuch bekommen, daher wird jetzt nur noch einzelnes rausgepickt:
Statt das Bürgerliche gegen seine vermentliche faschistische Aufhebung zu mobilisieren, als handle es sich um klar geschiedene Gegensätze, sollte sich die Antifa mal gedanken machen, in welchem verhältnis bürgerliche Gesellschaft, Aufklärung, Rassismus und Faschismus zueinander stehen. Deppenscore+1
In der Tat, ein Problem für die Antifaschisten, könnte es doch einen Ansatz zur Selbstkritik leisten, aber nein, das könnte doch die selbstgefällige Weltversteherpose stören. Deppenhighscore +1
Glückwunsch liebe AANO, euer Deppenhighscore beträgt: 17,5 !
Aktualität faschistischer Gefahr:
1. Die Idee des Faschismus gibt sich nicht mehr die Form des Nationalismus, sondern ist internationalistisch.
Es gibt keinen vernünftigen Grund dies anzunehmen - Rassismus und Nationalismus sind auch im 21. Jahrhundert noch die Fundamente des Faschismus bzw. faschistischer Tendenzen. Wer internationale Zusammenarbeit von Faschisten als Internationalismus begreift, hat den Internationalismus nicht verstanden und müsste ferner konstantieren, dass der Faschismus schon immer internationalistisch war, denn die Allianz von faschistischen Potentaten gehört fest zur Geschichte des Faschismus. Deppenscore +1
2. Ein zweites Auschwitz oder ähnliches ist möglich. Eine andere Welt dagegen nur, wenn man sich des “Augenblicks der Gefahr” (W. Benjamin) bewusst ist. Insofern ist nach Auschwitz der Marxsche Kategorische Imperativ von der Umwälzung aller Verhältnisse, “in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist”, nur aufrechtzuerhalten, wenn man den Kategorischen Imperativ Adornos, “Denken und Handeln so einzurichten, dass Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe”, als die notwendige Umstülpung des Marxschen begreift.
Hachjeh. Kann ich nicht doch ein bisschen Holocaust zu meinem Kommunismus haben? Das hätte ich so gerne, wisst ihr. War mir garnicht klar, dass nicht zusammengehört, man könnte fast meinen, die Shoah sei nicht von den ganzen anarchistischen und kommunistischen sozialrevolutionären verübt worden und man hätte diese nicht zusammen mit den Juden vergast und erschossen. Deppenscore + 0.5
3. Der Islamismus ist die große faschistische Gefahr.Was sie und ihre Freunde von Islamismus verstanden zu haben glauben ist eine Mischung aus antiquirierter Faschismustheorie mit dubioser Massenpsychologie und Orientalismus vermengt. Deppenhighscore + 1
1. Nach Auschwitz spricht mehr dafür, dass Revolution nicht die Lösung ist, sondern die “Endlösung”.
Eine absolute Verhöhnung von revolutionären Bewegungen und Revolutionären nach 45. Symptomatisch ein Spektrum, dass sich eher auf die Seite Pinochets als Allendes stellt. Indiskutabel. Deppenscore +2
2. Der antisemitische Vernichtungswahn trifft keine zufällige Objektwahl, sondern notwendig “die Juden”.Wen soll "antisemitischer Vernichtungswahn" auch sonst treffen? Redundand sentence is redundant. Oder soll impliziert sein, dass Vernichtungswahn generell antisemitisch sei? Die Schwulen, Behinderten, Kommunisten, Sinti, Roma usw. waren wohl nur Kollateralschaden... Deppenscore +2
Das wichtige Diktum, dass der Hauptfeind im eigenen Land steht, ist davor zu bewahren, dass es zum Argument der Ignoranten verkommt, die es sich mit ein bisschen Antisemitismuskritik da und ein bisschen dort in Deutschland gemütlich gemacht haben. Das gilt umso mehr, weil der Hauptfeind sich auf den globalen deutschen Weg gemacht hat, dem es weltweit selbigen zu versperren gilt.
Es geht gegen den Hauptfeind im eigenen Land aber nicht mit jedem vor allem geht es darum, dass wir wir bleiben, das heißt die selbstmarginalisierenden Alleschecker von der finsteren Schulhofecke. Kritik ist einfach nicht mehr hip wenn sie von genug leuten geteilt wird. Wir machen es uns nicht bequem, weil wir uns ständig bemühen müssen Abstand zum Pöbel zu halten! Deppenscore +1
4. Grundbedingung des Konzeptes Antifa ist die Forderung nach Waffen für Israel. Alle andere Israel-Solidarität ist Quark.
Sachen zu fordern, die noch noch nicht Realität sind ist einfach zu bequem. Wir fordern statt dessen Dinge die längst Realität sind. Das kennzeichnet eine Kritik auf der Höhe der Zeit! Deppenscore +1
5. Antifaschismus kann nur wirkliche Solidarität mit dem jüdischen Staat Israel bedeuten und nur eine Israel-Solidarität wirklicher Antifaschismus sein.Wo kämen wir auch hin ohne unseren Ersatznationalismus? Die ruhmreiche Tradition des Antifaschismus der Solidarität mit autoritären Formationen, inklusive der Relativierung von Menschenrechtsverletzungen und Gewalt, wenn sie der "eigenen Sache" dient, sowie Bekenntnisfetischismus dürfen nicht aussterben! Deppenscore +2
6. Es gibt keinen dritten Antifa-Weg, sondern nur einen Antifaschismus für Israel mit Sympathie für die USA.
7. Eine Antifa, in der es cool ist, Palitücher zu tragen, kann es nicht geben. Sie wäre zugleich ihre eigene Anti-Antifa.Genau, denn ganz ohne Kleiderordnung und Modeterrorismus ist noch keine identitäre Bewegung zu sich selbst gekommen! Deppenscore +1
1. Die Grenzen verlaufen nicht zwischen oben und unten, sondern zwischen american way of life und deutschem Weg.Genau, Herrschaft ist irrelevant, antagonistisch stehen sich Ideologien gegenüber! Was für eine passende Ideologie für ein paar mittelständische Akademikerkinder, die sich dann nicht mehr mit ihren Privilegien innerhalb der globalen Klassengesellschaft beschäftigen müssen. Wie schön, dass man kein deutsches Privileg aufgeben muss, um Antideutsch zu sein. Dass der American Way of Life sich gerade selber aufisst, mit wachsendem Massenelend und rückgehenden Lebenserwartungen speziell in den USA braucht man nicht zu reflektieren, hauptsache der Projektor läuft immer gut. Und sich Deutschland als eine Kraft vorzustellen, die im Gegensatz dazu stünde erfordert schon viel wahnhafte Energie. Deppenscore +2
2. Entweder kulturelle Vielfalt und Artenschutz oder Festhalten am kommunistischen Diktum des Menschen als Maß aller Dinge.
Ah, falsche Gegensätze, hatten wir noch nicht genug in diesem Text. Deppenscore +1
3. Die deutsche Wunderwaffe nach Auschwitz ist der antiimperialistische Frieden, der in seiner Langzeitwirkung bedrohlicher ist als jede militärische Intervention. Die einzige wirksame Maßnahme gegen dieses deutsche Kampfmittel ist der american way of life, der ein Bild vom Menschen vermittelt, das diesen nicht auf seine natürliche Ethnie und Kultur reduziert, sondern den universellen Gedanken des Kosmopolitismus hochhält.Dieser Leif scheint ja geradezu ein Messias zu sein. Wo wohnt der eigentlich, vielleicht kann er per Handauflegen ja auch meine Pissbeschwerden heilen. Sowas wie rassistische Ausgrenzung bzw von Minderheiten oder ihre Reduktion auf ihre Herkunft gibt es natürlich in den USA nicht, das verhindert der Leif. Und wenn doch, dann sind das bestimmt die Nachfahren der ausgewanderten Deutschen. Ist schon ganz schön praktisch, dass die Deutschen mit antiimperialistischem Frieden in Afghanistan Krieg führen können! Deppenscore +1
So, hab meine selbst gesetzte Zeit überschritten und Besuch bekommen, daher wird jetzt nur noch einzelnes rausgepickt:
7. Es gibt schlimmeres als die “normale” maßlose Verwertung, die maßlose Vernichtung. Gerade weil das Konzept Antifa ein kommunistisches ist, begreift es den Antifaschismus als die Rettung der Restbestände des Bürgerlichen und nicht als Radikalität, um so die Bedingung der Möglichkeit des Kommunismus überhaupt aufrechtzuerhalten.
Statt das Bürgerliche gegen seine vermentliche faschistische Aufhebung zu mobilisieren, als handle es sich um klar geschiedene Gegensätze, sollte sich die Antifa mal gedanken machen, in welchem verhältnis bürgerliche Gesellschaft, Aufklärung, Rassismus und Faschismus zueinander stehen. Deppenscore+1
10. Das postmoderne Differenzgeschwätz über sogenannte Sprechorte, Plotstrukturen, Mächte, Fluchtlinien etc. und der damit verbundene Wahrheitsverzicht ist Teil des antiantifaschistischen Problems.
In der Tat, ein Problem für die Antifaschisten, könnte es doch einen Ansatz zur Selbstkritik leisten, aber nein, das könnte doch die selbstgefällige Weltversteherpose stören. Deppenhighscore +1
Glückwunsch liebe AANO, euer Deppenhighscore beträgt: 17,5 !
Mittwoch, 16. März 2011
Dienstag, 18. Januar 2011
Kurz Notiert: Zum Verhältnis von Islamophobie und Antisemitismus
Die hiesigen (post?)antideutschen Diskursverwalter in Sachen Antisemitismuskritik bestehen darauf, dass antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus zwei völlig voneinander geschiedene Dinge seien. So beruhe Antisemitismus, ganz knapp dargestellt, darauf, dass die Angst vor undurchschauten gesellschaftlichen Prozessen innerhalb der modernen Gesellschaft auf eine Gruppe projeziert werde, die in Folge als allmächtige Bedrohung erscheint. (Antimuslimischer) Rassismus, wenn dessen Existenz nicht ganz geleugnet wird, sei dagegen eine Projektion anderer Art: Der antimuslimische Rassist sehe in dem Islam nicht die Kraft, die mittels der (verjudeten) Moderne die vermeintlich naturwüchsige Volksgemeinschaft zersetzen wil, sondern drohe diese mit seiner Rückständigkeit auf ein niederigeres Kulturniveau zu versetzen. Ausserdem fehlten angeblich die Allmachtsprojektionen, was angesichts eines Diskurses, in dem einzelne Muslime als Agenten einer kollektiven globalen Islamisierungsstrategie betrachtet werden, natürlich ziemlicher Unsinn ist. Abgesehen davon, ist es für einen gestandenen Antisemitismuskritiker wie Grigat natürlich klar, dass "der Islam" tatsächlich die Weltherrschaft anstrebt, was natürlich keine Projektion sein kann.
Wie so häufig bei falschen Argumenten liegt der Fehler nicht (nur) in falschen Schlussfolgerungen, sonden auch in falschen Prämissen. Denn der Antisemitismus des 3. Reichs etwa besteht durchaus nicht (nur) darin, dass sich eine Bedrohung durch den allmächtigen, modernen, intellektuellen, traditionenzersetzenden Juden herbeiphantasiert wird. Auch die Bedrohung durch den kulturell minderwertigen, rückständigen, hässlichen, unhygienischen, tierhaften Juden kennt der Antisemit. Und wer daran zweifelt, soll sich einfach mal "Der Ewige Jude" anschauen, vor allem die Aufnahmen im Warschauer Ghetto.
Statt wegen einzelnen Unterschieden ein vollkommen verschiedenes Wesen von Rassismus bzw. Islamophobie und Antisemitismus zu behaupten wäre anzuerkennen, dass es weder den einen Antisemitismus oder den einen Rassismus gibt, sondern verschiedene Rassismen mit Parallelen und Divergenzen.
Wie so häufig bei falschen Argumenten liegt der Fehler nicht (nur) in falschen Schlussfolgerungen, sonden auch in falschen Prämissen. Denn der Antisemitismus des 3. Reichs etwa besteht durchaus nicht (nur) darin, dass sich eine Bedrohung durch den allmächtigen, modernen, intellektuellen, traditionenzersetzenden Juden herbeiphantasiert wird. Auch die Bedrohung durch den kulturell minderwertigen, rückständigen, hässlichen, unhygienischen, tierhaften Juden kennt der Antisemit. Und wer daran zweifelt, soll sich einfach mal "Der Ewige Jude" anschauen, vor allem die Aufnahmen im Warschauer Ghetto.
Statt wegen einzelnen Unterschieden ein vollkommen verschiedenes Wesen von Rassismus bzw. Islamophobie und Antisemitismus zu behaupten wäre anzuerkennen, dass es weder den einen Antisemitismus oder den einen Rassismus gibt, sondern verschiedene Rassismen mit Parallelen und Divergenzen.
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